Ein Autsch ist schnell vergessen

Wie man kleine Wunden richtig versorgt

Im Urlaub zieht man sich schnell mal eine kleine Wunde zu. Was tun bei Schnitten, Schürfwunden, Blasen, Platzwunden & Co? Erfahren Sie, wie man kleine Verletzungen richtig versorgt, damit sie optimal verheilen.

Alles richtiggemacht

Spülen Sie die Wunde mit lauwarmen Leitungswasser oder Mineralwasser aus. Kleine Splitter können Sie mit einer Pinzette entfernen. Tiefsitzende Teile sollte ein Arzt entfernen. Tragen Sie Wunddesinfektionsmittel auf. Bei kleineren Verletzungen reicht ein Pflaster. Bei größeren Wunden greifen Sie zu beschichteten Wundauflagen, die die Verletzungen schneller abheilen lassen. Wichtig: Überprüfen Ihre Tetanus-Impfung. Diese Impfung schützt Sie vor Wundstarrkrampf und sollte alle 10 Jahre aufgefrischt werden.

Gefährliche Blutvergiftung

Ist ein roter Strich ein Hinweis für eine Sepsis (Blutvergiftung)? Nicht unbedingt. Er weist meist auf eine Entzündung der Lymphgefäße hin. Zu den Symptomen einer Blutvergiftung gehören z.B. Verwirrtheit, beschleunigte Atmung, Schüttelfrost und ein schneller Herzschlag. Schnell den Notarzt rufen!

Trockene oder feuchte Wundversorgung?

Beim Einsatz einer trockenen Wundauflage bildet sich Schorf, der die Wunde verschließt. Mehr Befürworter hat jedoch die moderne, feuchte Wundversorgung, bei der neu-entwickelte Materialien zum Einsatz kommen. Die Vorteile: Die Wunden heilen schneller und narbenfrei ab und der Verbandswechsel schmerzt nicht. Beschichtete Wundauflagen gibt es z.B. für nässende Wunden und Brandwunden.

Die drei Phasen des Wundheilungsprozesses

In der Reinigungs- oder Entzündungsphase ziehen sich die Blutgefäße zusammen. Die Blutung wird gestillt. Es bildet sich Wundsekret, das die Wunde reinigt. Ein Antiseptikum sorgt dafür, dass sich die Wunde nicht infiziert. In der Reparaturphase bilden sich neue Blutgefäße und Bindegewebe. Jetzt am besten eine Wund- und Heilsalbe auftragen. Nun folgt die Wiederaufbauphase, in der sich das Narbengewebe bildet. Narbengels unterstützen die Narbenbildung. Ihre Wunde heilt nach mehreren Wochen immer noch nicht ab? Konsultieren Sie in dem Fall bitte einen Arzt.